Der SSW bedauert die Entscheidung des Flensburger Yacht Service
Flensburg – Der Flensburger Yacht Service (FYS) hat angekündigt, seine Investitionspläne aufzugeben und den Betrieb vollständig einzustellen. Diese Entscheidung stößt auf großes Bedauern bei der SSW-Ratsfraktion. Glenn Dierking, planungspolitischer Sprecher der SSW, äußerte sich dazu: „Wir bedauern die Entscheidung des Flensburger Yacht Service, von ihren Investitionsplänen abzusehen und den Betrieb in Gänze einzustellen, sehr. Der FYS ist ein Flensburger Traditionsunternehmen und ein wichtiger Teil der lokalen Hafenwirtschaft.“

Vergebliche Gespräche
Die SSW-Ratsfraktion hatte den FYS in den vergangenen Jahren in zahlreichen konstruktiven Gesprächen begleitet und sowohl die ursprünglichen Neubaupläne auf der Westseite des Freihafens als auch zuletzt die Kompromisslösung für einen Verbleib auf der Ostseite unterstützt. „Es ist sehr bedauerlich, dass jahrelange Planungen und zuletzt viele Sitzungen und Gespräche nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis für beide Seiten kommen konnten. Wir hoffen, dass der FYS seine Entscheidung überdenkt und unterstützen weiterhin die Investitionspläne“, fügte Dierking hinzu.
Kompromisslösung gescheitert
Mats Rosenbaum, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SSW, kritisierte das Fehlen einer Beschlussvorlage der Verwaltung für eine entsprechende Änderung des Rahmenplans Hafen-Ost. „Es ist sehr bedauerlich, dass es trotz positiver Signale einiger Ratsfraktionen für die Kompromisslösung keine Beschlussvorlage der Verwaltung gab. Die Diskussion verblieb im internen Raum und die Kommunalpolitik konnte das Thema weder im Fachausschuss behandeln noch endgültig darüber abstimmen. Ich sehe die Verantwortung hier somit nicht ausschließlich bei der Politik, sondern ebenso beim Oberbürgermeister, der als Verwaltungschef für den entsprechenden Gremienlauf verantwortlich wäre.“
Dierking betonte abschließend die Notwendigkeit eines neuen Rahmenplans: „Die Situation mit dem FYS zeigt erneut, dass der Rahmenplan Hafen-Ost schon lange nicht mehr umsetzbar ist. Die vorgeschlagene Kompromisslösung mit einem Verbleib des FYS auf der Ostseite zeigt, dass wir uns gedanklich schon längst vom Rahmenplan verabschiedet haben. Es wird Zeit, endlich einen neuen, realistischen Rahmenplan Hafen-Ost zu beschließen. Wir erwarten hier nach der Entscheidung des Wirtschaftsministeriums schnellstmöglich einen Aufschlag der Verwaltung.“


Politisches Hickhack

Nach einer zehnjährigen, letztlich fruchtlosen Planungszeit für den Neubau des Flensburger Yacht-Service am Standort Hafen-Ost zieht sich der Investor Jan Opländer sichtlich enttäuscht aus dem Projekt zurück. Er war bereit, Investitionen im zweistelligen Millionenbereich in Zukunftsfähigkeit und Arbeitsplatzsicherung zu tätigen, doch jetzt stoppt er das Vorhaben – der Grund: Politisches Hickhack, nicht eingehaltene Zusagen und mangelnder Flankenschutz durch Stadt und Politik, so Jan Opländer.

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